Applikation nach Wahl

Autovaccinen können in verschiedenen Applikationsformen angefertigt werden:

  • Orale Autovaccine mit Sprühaufsatz
  • Nasale Autovaccine mit Sprühaufsatz
  • Autovaccine zur Injektion (Quaddeln)
  • Perkutane Autovaccine mit Sprühaufsatz

 

Orale Autovaccine

Orale Autovaccinen werden in Fläschchen mit Sprühaufsatz ausgeliefert. Im Allgemeinen wird mit der Verdünnungsstufe 4 begonnen. Wie auch bei den Injektionsvaccinen werden bei den Sprühvaccinen pro Herstellung immer 2 Flaschen in unterschiedlichen Verdünnungsstufen angefertigt. Die Einnahme beginnt mit der höheren Verdünnung, entsprechend der höheren Nummer, und wird dann bei Erreichen der Höchstdosis mit dem zweiten Fläschchen fortgeführt, das die zehnfach höhere Konzentration enthält.

 

Anwendungsbeispiel

Wurden beispielsweise die Verdünnungsstufen 4 und 3 angefertigt, so beginnt der Patient mit der Verdünnung 4 und fährt bei Erreichen von fünf Sprühstößen mit Stufe 3 fort. Ist er bei der Höchstdosis von fünf Sprühstößen der Stufe 3 angelangt, setzt er die Anwendung von jeweils fünf Sprühstößen zweimal wöchentlich fort, bis das Fläschchen aufgebraucht ist.

 

Nasale Autovaccine

Die Anwendung der nasalen Sprühvaccine ist einfach: der Patient sprüht die für ihn hergestellte Autovaccine entsprechend dem Therapieschema in die Nase. Der spezielle Nasen-Sprühaufsatz sorgt dafür, dass die Lösung tief genug in die Nase gesprüht wird und die Autovaccine so direkt den Ort der Aufnahme erreicht. Die große Resorptionsfläche der Nasenschleimhaut kann Wirkstoffe besonders gut aufnehmen, deshalb ist die Wirkintensität der nasalen Autovaccine vergleichbar mit der der Injektionsvaccine.

Die nasale Anwendungsart gibt es sowohl für die AutoColi- als auch für die infektionsbezogenen Autovaccinen. In den meisten Fällen wird mit den Verdünnungsstufen 6 und 5 begonnen.

 

Autovaccine zur Injektion 

Durch die Injektion haben die verabreichten bakteriellen Antigene einen unmittelbaren Zugang zum Mukosaimmunsystem. Injiziert wird 2 x wöchentlich intrakutan, wobei sich eine Quaddel ausbilden sollte. Empfohlen wird die Injektion etwa einen Querfinger unterhalb der Clavicula. Möglich - und von zahlreichen Kollegen bevorzugt - ist aber auch die Injektion an Akupunkturpunkten oder über dem Schulterblatt. Die Injektionen sollten in ansteigender Dosierung, gemäß den Angaben des Beipackzettels, vorgenommen werden. 

Die Autovaccine-Lösung befindet sich in Durchstechampullen zur Mehrfachentnahme, aus denen bei jeder Injektion die erforderliche Menge entnommen wird. Dabei sollte der Gummistopfen vor jeder Entnahme mit einem Alkoholtupfer gereinigt werden. Zur Injektion eignen sich am besten Tuberkulinspritzen und 20er Kanülen. Pro Anforderung erhalten Sie 2 Flaschen mit unterschiedlichen Verdünnungen. Wurden beispielsweise die Autovaccinen in den Verdünnungsstufen 7 und 6 angefertigt, so beginnen Sie die Therapie mit der stärker verdünnten Autovaccine 7 und führen die Behandlung mit der Autovaccine Stufe 6 fort. Die Stufe 6 ist zehnfach höher konzentriert als die Stufe 7.

Die Injektionen werden in den Verdünnungsstufen 9 bis 3 zweimal wöchentlich, von den Stufen 2 bis 1 nur noch einmal wöchentlich vorgenommen. Achtung: Aufgrund der hohen Bakteriendichte sind Autovaccinen der Stufe 1 leicht trüb.

In sehr seltenen Fällen kann es unter der Therapie zu Lokalreaktionen an der Einstichstelle kommen. Diese können sich in Form von Rötung (>2 cm Durchmesser), Schwellung, Schmerz oder Juckreiz äußern und erfordern eine Dosisreduktion.

 

Perkutane Autovaccine

In der perkutanen Anwendung wird die Autovaccine auf die Haut gesprüht. Im Allgemeinen wird mit der Verdünnungsstufe 4 begonnen. Der Patient sprüht die Autovaccine zweimal wöchentlich - in ansteigender Dosis - auf die Haut des Oberbauchs oder der Ellenbeuge und reibt die Flüssigkeit ein. Die behandelte Hautstelle sollte anschließend etwa acht Stunden nicht gewaschen werden.

 

Anwendungsbeispiel

Erhält der Patient eine perkutane Autovaccine in den Verdünnungsstufen 4 und 3, beginnt er die Behandlung mit der Stufe 4. Hat er die Dosierung von fünf Sprühstößen erreicht, geht er zur Verdünnungsstufe 3 über. Ist auch beim zweiten Fläschchen die Höchstdosis von fünf Sprühstößen erreicht, setzt der Patient die Anwendung von jeweils fünf Sprühstößen zweimal wöchentlich bis zum Aufbrauch des Fläschchens fort.

Weiterführende Informationen

HABEN SIE FRAGEN?

Unter der Patienten-Hotline 02772/981-199 beantworten wir sie montags bis freitags von 8:30 - 12:30 Uhr und dienstags zusätzlich von 16:00 - 19:00 Uhr.

Sprechen Sie Ihren Arzt auf die Autovaccine an oder fragen Sie unter 02772/981-191 nach einem Arzt oder Therapeuten, der Erfahrung mit der Autovaccine-Therapie hat.

Ärzte und Therapeuten können sich im Fachbereich  eingehender über die Autovaccine informieren und Versandmaterial bestellen.