Infektionsbezogene Autovaccinen

Für die Herstellung der infektionsbezogenen Autovaccine werden Bakterien oder Candida aus dem Infektionsherd isoliert. Beispiele dafür sind Infektionen der Haut, des Respirationstrakts, des Urogenitaltrakts und der Mundschleimhaut. Die gewonnenen Bakterien werden in einem speziellen Verfahren inaktiviert und zur Autovaccine verarbeitet. Die enthaltenen Bakterienfragmente können das Immunsystem über ihre Oberflächenantigene stimulieren ohne eine Infektion auszulösen. Dabei ist die Immunmodulation stammspezifisch: die Immunreaktion ist genau auf den Bakterienstamm zugeschnitten, der für die Infektion verantwortlich ist.

Infektionsbezogene Autovaccinen gibt es als:

AtemwegsVaccine

Die AtemwegsVaccine unterstützt das Bronchus-Associated Lymphoid Tissue (BALT) und das Nasal-Associated Lymphoid Tissue (NALT) bei der gezielten Abwehr der Erreger und ermöglicht so einen langfristigen Therapieerfolg. Bei chronisch-rezidivierenden Infekten der oberen Atemwege werden die Autovaccinen aus den Bakterien eines Rachenabstrichs hergestellt. Sie enthalten meist Staphylokokken, Haemophilus, Candida, Pseudomonas, Streptokokken, Pneumokokken, E. coli oder Enterobacteriaceae.

UroVaccine/GynVaccine

Bei chronischer Cystitis, Pyelonephritis oder Prostatitis enthalten die UroVaccinen meist E. coli oder Enterococcus faecalis. Bei einer bakteriellen oder mykogenen Vaginitis bilden meist E. coli, andere Enterobacteriacaeen, Enterococcus faecalis, Staphylokokken, Streptokokken oder Candida die Keimgrundlage für die GynVaccine.

IntestinalVaccine

Zur Behandlung einer intestinalen Candidabesiedlung können IntestinalVaccinen hergestellt werden. Dafür werden Proben aus dem Stuhl des Patienten entnommen.

DermaVaccine

Bei chronischen Hauterkrankungen wie Abszessen und Furunkeln ermöglicht die DermaVaccine eine gezielte Immunstimulation. Die geeigneten Keime aus Wundabstrichen sind meist Staphylokokken, Streptokokken oder Candida.

ParoVaccine

Die ParoVaccine stärkt gezielt die Immunabwehr gegen aggressive Parodontitiserreger wie Fusobacterium, Veillonella und Prevotella, ohne die physiologische Mikroflora zu schwächen.

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Weiterführende Informationen

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Sprechen Sie Ihren Arzt auf die Autovaccine an oder fragen Sie unter 02772/981-191 nach einem Arzt oder Therapeuten, der Erfahrung mit der Autovaccine-Therapie hat.

Ärzte und Therapeuten können sich im Fachbereich  eingehender über die Autovaccine informieren und Versandmaterial bestellen.